Dekorationsgestalter lenken mit ihrer Arbeit die Aufmerksamkeit von Passanten, Besucherinnen und Kunden auf das Angebot eines Geschäftes oder einer kulturellen Institution. Sie kennen verschiedene Techniken zur attraktiven Gestaltung von Schaufenstern, Verkaufs- und Veranstaltungsräumen, Messeständen und Fassaden. Ihr Ziel besteht darin, den Verkauf von Produkten durch die Art der Präsentation zu fördern. Dabei müssen Dekorationsgestalter räumliche, beleuchtungstechnische, zeitliche und finanzielle Vorgaben berücksichtigen.
Die Arbeit von Dekorationsgestalterinnen beginnt mit dem Entwurf einer Dekoration. Je nach Arbeitsort setzen sie Gestaltungskonzepte der Geschäftsleitung um oder entwickeln eigene Ideen für die dreidimensionale Umsetzung eines Themas. Sie skizzieren die Ideen und beginnen mit der Anfertigung von Modellen. Ihre Vorschläge präsentieren sie dann ihren Vorgesetzten oder der Geschäftsleitung.
In der Planungs- und Organisationsphase treffen Dekorationsgestalter Vorbereitungen für eine termin- und kostengerechte Ausführung einer Dekoration. Sie arbeiten Dekorationspläne aus, beschaffen die benötigten Materialien und erstellen Terminpläne.
Die Ausführungsphase beinhaltet handwerkliche Arbeiten in der Werkstatt. Dekorationsgestalterinnen sind handwerkliche Allrounderinnen: Sie sind versiert im Fräsen, Hobeln, Schleifen, Schrauben, Löten, Lackieren und Tapezieren. Mit Hilfsmitteln und Werkzeugen wie Nähmaschine, Stich- und Kreissäge, Luftdruckpistole, Lötkolben, Pinsel und Spritzpistole gehen sie professionell um. Sie verarbeiten Papier, Karton, Stoff, Holz, Pavatex, Styropor, Glas, Gips, Ton, Stein und viele andere Materialien. Beim Modellbau, der Schriftgestaltung und der kreativen Warenpräsentation kommt ihr gestalterisches Talent zum Zug.
Dekorationsgestalter sind auch für den Aufbau der Dekoration zuständig. Der Termindruck kann in der Schlussphase Hektik verursachen und zum Improvisieren zwingen. Unregelmässige Arbeitszeiten und gelegentliche Überstunden können eine Folge des Termindrucks sein.
Theatermaler/innen
Die Aufgabe von Theatermalern und -malerinnen besteht in der Neubemalung, Ausbesserung und Instandhaltung von Dekorationen und Bühnenbauelementen. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Bühnenbilds bei Theater-, Opern- oder Filmproduktionen. Sie sind verantwortlich für die fachgerechte Planung, Vorbereitung und Ausführung der Arbeit
Nach den Entwürfen der Bühnenbildner/innen und den Vorstellungen der Regie fertigen Theatermaler/innen Kulissenelemente. Sie übertragen Vorlagen mit Hilfe von Rastern oder Projektionen ins richtige Format. Dazu verwenden sie Kohle, Theatermalpinsel, Spritzpistolen sowie andere zweckdienliche Werkzeuge. Bemalt werden Stoffe, Möbel, Böden, Wände, Requisiten und Kostüme. Je nach gewünschtem optischem Effekt wählen Theatermaler/innen verschiedene Maltechniken an. Mit der geeigneten Methode bemalen sie zum Beispiel durchscheinende Dekorationsteile, die hinterleuchtet werden, oder imitieren die Oberflächenstruktur von Marmor und anderen Materialien. Zudem kennen sie die Stilepochen in Architektur, Malerei und Kunsthandwerk.
Beim Malen von Bühnenprospekten, den bemalten Leinwänden in einem Bühnenbild, spannen sie den Stoff auf dem Boden auf und malen stehend mit speziellen Pinseln. Wenn alte Kulissen oder Bühnenprospekte wiederverwendet werden sollen, prüfen Theatermaler/innen deren Zustand und frischen sie auf. Neben Pigmenten und Bindemitteln setzen Theatermaler/innen auch plastische Mittel ein. Um einen bestimmten optischen Effekt zu erreichen, behandeln sie Stoffe zum Beispiel mit plastischen Massen. Für die Behandlung der Oberfläche setzen sie zudem Metallpulver oder Blattmetalle ein.
Theatermaler/innen setzen bei ihrer Arbeit auch Lösungs- und Verdünnungsmittel, Abbeiz- und Ablaugemittel sowie Klebstoffe ein. Sie sorgen für die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften sowie für die umweltgerechte Entsorgung von Restmaterialien. Theatermaler/innen führen ihre Aufgaben meistens im Team aus. Sie arbeiten eng zusammen mit weiteren Theaterleuten wie Bühnenbildnerinnen, Theaterschreinern und Schlosserinnen bzw. Metallbauerinnen sowie mit der Kaschierwerkstatt.

